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Feb. 2012. Beantwortung Fragebogen. Die Bayerische Staatsregierung hat am 11. November 2011 den Entwurf
der Bayersichen Nachhaltigkeitsstrategie beschlossenund ruft unter der Internetadresse: http://www.nachhaltigkeit.bayern.de/ über eine Fragebogenaktion zum Mitmachen auf. Sehr löblich, auf die Umsetzung darf gespannt sein: Fragebogen:
Antworten von Marcus Reichenberg zur bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie:
Klimawandel
Bildung ist wichtig. Das Thema anthropogener Treibhauseffekt, Kippelemente, Energiesparen, etc. ist verstärkt in den Lehrplänen zu verankern. Es ist erschreckend, wie wenig Lehrer und damit Schüler aufgeklärt sind. Hier ist eine Bildungsinitiative zu ergreifen!
Zukunftsfähige Energie
Der Lobbypolitik ist zukünftig eine Absage zu erteilen. Als Vorsitzender des Vereins Mobil ohne Fossil e.V. kann ich attestieren, dass politische Entscheidungen zugunsten der Mineralöl- und Automobilindustrie getroffen werden. Wir haben mit der Verfassungsbeschwerde "Native Pflanzenöle" versucht das Biokraftstoffquotengesetz zu verhindern. Leider ohne Erfolg. In Bayern ist auf die dezentrale Energieerzeugung zu setzen, insbesondere auf Energiesparen und Energieeffizienz. Das beste Kraftwerk wird erst gar nicht gebaut, weil es eingespart worden ist. Die Förderprogramme der bay. Staatsregierung sind pro Energiesparen und Energieeffizienz auszurichten!
Erhaltung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen
Schutzzonen sind auszuweisen wie z.B. der in Diskussion stehende Nationalpark Ammergebirge. Nachwachsende Rohstoffe sind wichtig - Rückzugsgebiete aber auch! Nur aufgeräumte Wälder sind nicht Ziel führend. Insbesondere muss auch ein Umdenken in der Landwirtschaft erfolgen. Bioenergie um jeden Preis ist schädlich - sie muss im Einklang mit Mensch und Umwelt stehen.
Nachhaltige Mobilität
Zeiten von Sauberimagepropaganda der Automobilindustrie sind hoffentlich vorbei! Etikettenschwindel ist politisch zu verbieten. Neben der E-Mobilität (Aufbau Infrastruktur) sind CarSharing, HybridTaxen und die Ko-Modalität zu fördern. Ein Tempolimit ist endlich auf Deutschen Autobahnen einzuführen! Wie wär`s mit einer Innenstadtzone für Leichfahrzeuge?!
Bildung
Wie bereits beschrieben ist eine Bildungskampagne für Lehrer umzusetzen. Es ist erschreckend wie wenig Lehrer Bescheid wissen, wenn es um die TOPICS geht: Treibhauseffekt, Kippelemente, 3xE, Peak Oil, NaWaRos, etc. pp.!
Forschung
Sehr fragwürdig ist, wie die Forschung und Entwicklung finanziert wird. Gelder fließen immer in den gleichen Kanälen (z.B. vom Ministerium, zur FNR, nach Bayern zu Carmen). Damit werden industrielle Interessen vertreten, die nicht nachvollziehbar sind. Stichwort hier: Einteilung der Biokraftstoffe in eine erste und zweite Generation. Wo bitte bleiben das BTL und der Wasserstoff der ersten und zweiten Generation? Diese Steuergelder sind verloren! Es würde der bay. Staatsregierung gut stehen, wenn ein unabhängiger Beirat die Entscheidungen der Mittelvergabe öffentlich bewerten dürfte. Bitte aber nicht wieder einen Lobbybeirat wie z.B. die Expertengruppe von "CARS 21".
Staat und Verwaltung
Auch die Exekutive ist zu sensibilisieren. Nichteinhaltung von Verordnungen z.B. der Güllemittelverordnung ist nachzugehen. In der Umweltgesetzgebung ist die Exekutive nicht ausreichend geschult, es ist Nachholbedarf vorhanden!
Nachhaltige Wirtschaft und nachhaltiger Konsum
Kommunale Energieberatung durch Klimamanager ist der richtige Weg. Hier wünsche ich mir verstärkt die Aufklärung der Wirtschaft. Wertschöpfung durch Wertschätzung! Aufklärung betreibt der kommunale Enerie-/Klimamanager. Des Weiteren wünsche ich mir eine naturnahe Landwirtschaft. Der Zersiedelung durch sog. Freilaufställe ist endlich Einhalt zu gebieten!
Nachhaltige Finanzpolitik
Entscheidungen müssen nach Lebenszyklusmodellen getroffen werden. Fiskalisch ist auf eine ausgewogene Nachhaltigkeit zu achten. Die "Umweltrichtlinien Öffentliches Auftragswesen öAUmwR" vom 28. April 2009 war der erste Schritt in die richtige Richtung. Leider funktioniert die Umsetzung noch nicht. Im Landkreis Weilheim-Schongau ist sie zwar beschlossen, aber die Überprüfung ist schwierig! Generell sollten die öffentlichen Haushalte nur noch Entscheidungen treffen, die sozial-ökologisch-ökonomisch ausgeglichen sind. Dem billigsten Angebot wird damit eine Absage erteilt. Z.B. ist eine Transportleistung an denjenigen Fuhrunternehmer zu vergeben, der eine CO2-Freundliche Flotte betreibt (CO2-Kompensation).
Weitere Handlungsfelder
Tourismusmanagement. Die Tourismusströme sind von den Flughäfen wegzuleiten. Die Bahn ist diesbezüglich zu unterstützen.
Lokale Energiegewinnung nach Möglichkeit - zentrale Energiegewinnung wo sinnvoll. Stichwort: Desertec
Fragebogenaktion Bayerische Staatsregierung http://www.nachhaltigkeit.bayern.de/ Ansprechpartner: Tel.: 089/9214-2435 Frau Kurz
Landkreis Weilheim-Schongau lobt die Bay. Nachhaltigkeitsstrategie durch Gleichstellungsbeauftragte Maria Berndaner Zeitungsartikel: PDF
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